Konservative Therapie

 

Orthopädische Erkrankungen sind häufig verbunden mit Funktionseinschränkungen der Muskulatur und der Gelenke. Diese Erkrankungen sprechen meistens auf eine konservative (nicht operative) Therapie gut an. 

Die zur Verfügung stehenden Verfahren sind risikoarm und haben sich  schon über Jahrhunderte bewährt. Auch in der konservativen Therapie gilt:

So wenig invasiv wie möglich !

Stoßwellentherapie

Die extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT) ist eine Stoßwellenbehandlung, mit der folgende Erkrankungen behandelt werden können

  • Pseudoarthrosen, nicht heilende Knochenbrüche
  • schmerzhafte Verkalkung der Schulter (Tendinosis calcarea)
  • schmerzhafte Fersenspornbildung (Fasciitis plantaris)
  • schmerzhafte Trizepssehnenansatzverkalkung am Ellbogen (Olecranonsporn)
  • Tennis- oder Golferellbogen (Epicondylitis radialis sive ulnaris humeri)
  • Ulcus cruris und chronisch offene Wunden
  • Triggerpunkttherapie

   

 

 

Stoßwellen sind energiereiche mechanische Wellen. Sie werden außerhalb des menschlichen Körpers erzeugt. Durch ein wassergefülltes Kissen werden sie in den Körper übertragen. Stoßwellen werden in einem bestimmten Zielgebiet fokussiert. So können Stoßwellen auf mechanischem Wege Sehnenverkalkungen ohne Operation zertrümmern. Die Verkalkungen der Schultersehne werden zu mikroskopischen Partikeln zerrieben und können vom Körper absorbiert werden. Die Störung im Gleitgewebe und Schleimbeuteln der Schulter kann durch Stoßwellentherapie oft ohne Operation beseitigt werden. Die Stoßwellen fördern die Durchblutung. Das kann im therapierten Gewebe in vielen Fällen den natürlichen Heilungsprozess fördern. Die Anzahl der notwendigen Stoßwellen-Anwendungen hängt von der Schwere und der genauen Lage des Behandlungsgebietes ab. Stoßwellen können ambulant - also ohne Krankenhauseinweisung - und ohne Betäubung eingesetzt werden. Eine Nachbehandlung nach Stoßwellentherapie ist nicht erforderlich.

             

 

Unerwünschte Nebenwirkungen

 

Neben Blutergüssen kann es zu Schwellungen oder oberflächlichen Hauteinblutungen kommen. Seltener wird von einer kurzfristigen Schmerzverstärkung im Behandlungsgebiet berichtet. Die während der Behandlung empfundenen Schmerzen werden unterschiedlich stark wahrgenommen.

Die ESWT als Therapie von Beschwerden im Bereich der Orthopädie gilt in Deutschland nicht als Leistung der gesetzlichen Krankenkassen. Die Kosten der Behandlung muss der Patient selbst tragen.

Auch bei der ESWT gibt es Therapieversager und Fälle, bei denen sich die Beschwerden nach der Behandlung verstärken. Es bedarf also einer sorgfältigen Indikationsstellung.

 

AKUT-ESWT im professionellen Fussballsport

Im folgenden Link finden Sie einen interessanten Beitrag aus dem "Medical Sports Network",März 15, über neue Konzepte und Möglichkeiten mit der akuten radialen Stosswellentherapiebei Fussballprofis von Prof. Dr. med. Christoph Schmitz:

+ACUTE-Phase RSWT for footballers/EN